Stingrays scheitern denkbar knapp im Viertelfinale

Am zweiten Spieltag der Viertelfinalserie in den Playoffs der 2. Bundesliga reisten die Wuppertal Stingrays am vergangenen Samstag zu den Dohren Wild Farmers. Nach der Niederlage im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie standen die Wuppertaler unter Druck: Nur ein Sieg würde die Serie am Leben halten.

Nach der starken Offensive der Dohrener im ersten Spiel sollte Pitcher Hagen Rätz die Gastgeber dieses Mal in Schach halten. Doch zunächst waren es die Wild Farmers, die besser ins Spiel fanden. In den ersten drei Innings blieben die Stingrays ohne eigenen Run, während Dohren dreimal punkten konnte.

Wuppertal ließ sich vom frühen Rückstand jedoch nicht beeindrucken und zeigte deutlich bessere At-Bats als noch in der Vorwoche. Im vierten Inning zahlte sich das aus: Die Stingrays erzielten verdient drei Runs und glichen die Partie zum 3:3 aus.

Auch Hagen Rätz fand zunehmend besser ins Spiel und wurde von einer sehr gut stehenden Defensive unterstützt. Es entwickelte sich ein enges und umkämpftes Spiel. Im fünften Inning konnten die Gastgeber zunächst auf 5:3 davonziehen. Doch die jungen Wuppertaler antworteten prompt und drehten die Partie. Maxi Griesbach, Jone Dieckmann sowie Max und Lasse Ortmann sorgten dafür, dass die Stingrays mit 6:5 erstmals in Führung gingen.

Nun galt es, diesen Vorsprung über die letzten Innings zu bringen. Im sechsten und siebten Inning schafften es die Wild Farmers jeweils, ihren Leadoff-Hitter bis auf die dritte Base zu bringen. Beide Male gelang es der Wuppertaler Defensive jedoch, den Ausgleich zu verhindern.

Offensiv ebbte die Leistung der Stingrays im weiteren Spielverlauf allerdings etwas ab – insbesondere nachdem die Gastgeber ihren Pitcher wechselten. Dadurch verpasste Wuppertal die Chance, die Führung weiter auszubauen.

Im achten Inning konnten die Stingrays dem anhaltenden Druck der Wild Farmers schließlich nicht mehr standhalten. Dohren erzielte den Ausgleich zum 6:6 und sorgte damit für ein völlig offenes Spiel vor dem letzten Inning.

In diesem blieb die Wuppertaler Offensive ohne zählbaren Erfolg. Anschließend bekamen die Wild Farmers durch einen Sacrifice Fly die Möglichkeit, den entscheidenden Run nach Hause zu bringen – und nutzten diese zum 7:6-Sieg.

Damit findet die Saison der Wuppertal Stingrays im Viertelfinale der Playoffs ein spektakuläres und denkbar knappes Ende. Am Ende setzt sich der Favorit aus Dohren durch. Die Stingrays haben jedoch eindrucksvoll gezeigt, dass sie sich auch vor den großen Mannschaften der Liga nicht verstecken müssen und in der Lage sind, diese vor große Herausforderungen zu stellen.

Das Erreichen der Playoffs ist für die junge Wuppertaler Mannschaft daher zweifellos als positives Saisonergebnis zu bewerten. In der vergangenen Saison war man noch im letzten Spiel knapp am Einzug in die Playoffs gescheitert. In diesem Jahr gelang nun der Schritt in die Endrunde – und dort konnte die Mannschaft dem Favoriten aus Dohren bis zum letzten Pitch Paroli bieten.

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